Einsatzstelle werden

"Die Freiwilligen unterstützen unsere alltägliche Arbeit, denn sie können noch etwas zusätzlich bieten. Noch was ‚oben drauf legen’. Das kann extra Zeit für ein Kind sein oder eine Extra-Begleitung zu einer Aktivität. Das bereichert unheimlich, weil es über das hinaus geht was zum Standard gehört. Deswegen arbeiten wir so gerne mit Freiwilligen zusammen. Auch wenn es Zeit kostet, sie zu be­treuen und zu begleiten. Unterm Strich profitieren wir sehr."

Annika Sobek
Assistenz der Geschäftsführung, Diakonie  Michaelshoven, Kinder- und Familienhilfen Michaelshoven gemeinnützige GmbH

Einsatzstellen profitieren in vielerlei Hinsicht von Freiwilligen. Sie erhalten nicht nur personelle Verstärkung von wissbegierigen, hoch motivierten, engagierten jungen wie älteren Menschen. Sie verbessern damit auch ihre eigene Außenwirkung. Denn Freiwillige treten einen Freiwilligendienst meistens nicht aus dem Bauch heraus an. Sie haben ganz konkrete Ziele, möchten sich mit ihren Kompetenzen einbringen und wollen etwas lernen. Das heißt, sie ergänzen Ihr Team, packen in Ihrer Einrichtung mit an und übernehmen überwiegend ganztägig praktische Hilfstätigkeiten. Freiwillige sind keine Fachkräfte und ersetzen Ihr Personal nicht, aber sie können Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem täglichen Arbeitsalltag entlasten, für frischen Wind sorgen und möglicherweise die Tätigkeitsfelder Ihrer Einrichtung erweitern.

Welche Einrichtungen können Einsatzstellen werden?

Als Einsatzstellen werden gemeinwohlorientierte Einrichtungen anerkannt, in denen Freiwillige entsprechende Aufgaben übernehmen können. Dazu zählen z. B. Kindergärten, Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Seniorenpflege/-hilfe, der Behindertenhilfe, Krankenhäuser, Kultureinrichtungen und viele mehr.

Einsatzstelle sein – was heißt das genau?

Die Einsatzstellen verantworten die praktische Durchführung des Freiwilligendienstes. Sie sind der Ort, an dem die Freiwilligen tatkräftig unter professioneller Anleitung mitarbeiten. Sie vermitteln Freiwilligen einen Einblick in die täglichen An- und Herausforderungen ihres Arbeitsalltags mit Kindern, Jugendlichen, Kranken, älteren Menschen oder anderen Zielgruppen. Hautnah, praktisch und immer in enger Zusammenarbeit mit dem Träger.

Wie wird eine Einrichtung zur Einsatzstelle?

Eine Einrichtung muss zunächst formelle Rahmenbedingungen zur Anerkennung als Einsatzstelle erfüllen. Neben der Gemeinwohlorientierung der Einrichtung und der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen (Jugendfreiwilligengesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz) müssen weitere Punkte gewährleistet sein, die wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern.

Welche Rolle spielt der Träger?

Die tjfbg gGmbH übernimmt als Träger die Gesamtverantwortung für den Erfolg eines Freiwilligendienstes. Unsere Koordinatorinnen und Koordinatoren sind die zentralen Ansprechpartner für Einsatzstellen und Freiwillige. Wir kümmern uns darum, dass Einsatzstellen die gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen für einen Freiwilligendienst erfüllen und übernehmen viele Verwaltungsaufgaben, wie die Bewerberauswahl, Personalverwaltung oder auch die Buchhaltung. Darüber hinaus sind wir auch für die pädagogische Begleitung der Freiwilligen verantwortlich. Wir organisieren Seminare, führen Einsatzstellengespräche mit den Freiwilligen und deren Anleiterinnen oder Anleitern und beraten sie während der gesamten Dienstzeit.